
Tauchen mit Behinderung
Adaptives Tauchen
Dasselbe Tauchen, mit angepasster Technik. Für Dich, wenn Du tauchen willst – und für die, die mit Dir tauchen.
PADI Adaptive Service Facility
Immer 1:1 für Dich
Adaptive Support Diver für Deine Begleitung
Hausriff Hergiswil
Dasselbe Tauchen, angepasste Technik
Adaptives Tauchen ist kein anderes Tauchen. Es ist dasselbe Tauchen, mit Technik und Ablauf, die zu Dir passen. Wer eine Hand nicht bewegen kann, sichert den Automaten anders. Wer die Beine nicht einsetzen kann, kommt mit den Armen voran. Wer Reize schlecht filtert, bekommt einen ruhigeren Ablauf und mehr Zeit. Das Ziel bleibt dasselbe: Du tauchst selbst.
Seit dem 6. September 2026 ist Tauchsport Nidwalden PADI Adaptive Service Facility, als erste und bislang einzige in der Schweiz. Karin und Claudia haben die Ausbildung zur Adaptive-Techniques-Instruktorin gemacht, in Nottwil und am Hausriff – einen Teil davon selbst im Rollstuhl.
Alles beginnt mit einem Kennenlerngespräch. Dort reden wir über Dein Ziel, über den Weg dorthin und über das, was Du dafür brauchst: Hilfsmittel, Anpassungen, Begleitung. Erst danach steht fest, welcher Kurs für Dich möglich ist und wie er abläuft. Wir legen das bewusst nicht im Voraus fest, weil es von Dir abhängt.
Du sagst uns, wohin. Wir bauen den Weg.


Zwei Rollen, zwei Kurse
Zwei Aufgaben, zwei Ausbildungen. Am Ende taucht Ihr als Team.
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Du tauchst
Der normale Tauchkurs, adaptiv unterrichtet: vom Schnuppertauchen bis zum Brevet, immer 1:1 mit Deiner Instruktorin. Welcher Kurs für Dich möglich ist, hängt von Deiner Einschränkung ab und wird im Kennenlerngespräch klar. Voraussetzung: die medizinische Selbstauskunft, bei einem Ja zusammen mit einer Ärztin.
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Du begleitest
Der PADI Adaptive Support Diver für Partnerin, Vater, Mutter, Freundin oder Kollege: Du lernst, wie Du einen Taucher mit körperlicher oder geistiger Behinderung unterstützt – Transfers, Ein- und Ausstieg, Kommunikation, Hilfestellung, und was die Hand berühren darf. 1:1, oder 1:2, wenn Ihr zu zweit begleiten wollt. Voraussetzung: Open Water Diver oder Freediver, ab 15 Jahren, Erste Hilfe (EFR) nicht älter als 24 Monate.
Wer begleiten will und noch kein Brevet hat, macht zuerst den Open Water Diver, dann den Support Diver. Eine Familie lernt so: das Kind 1:1, beide Eltern zusammen 1:2.
Für wen adaptives Tauchen gedacht ist
Rollstuhl und Querschnittlähmung
Der Weg zum Wasser, der Transfer hinein und wieder heraus, der Antrieb mit den Armen: Das planen wir gemeinsam – bis hin zum Scooter, wenn er hilft.
Blind und sehbehindert
Deine Begleitung wird zu Deinen Augen. Sie führt die Hand zu dem, was Du ertasten darfst, und weg von dem, was Du nicht willst. Kommunikation über Berührung statt über Handzeichen.
Amputation und Prothese
Flossen, Trimm und Blei passen wir an Deinen Körper an, nicht umgekehrt. Ob mit oder ohne Prothese im Wasser, klären wir gemeinsam.
ADHS, ASS, Depression, Angst
Ein ruhiger Ablauf, eine Reihenfolge, die für Dich stimmt, Pausen, wenn es zu viel wird. Unter Wasser fehlen Gedränge und Stimmengewirr – für manche der erste ruhige Ort seit Langem.
Kognitive Beeinträchtigung
Mehr Zeit, mehr Wiederholung, Angehörige dabei. Eine junge Frau mit Trisomie 21 hat bei uns den Open Water Diver gemacht – und ein Elternteil danach gleich auch.
So läuft es
- Kennenlerngespräch: Du und alle, die Dich begleiten wollen, mit uns – im Shop in Hergiswil oder am Telefon. Wir reden über Dein Ziel, den Weg dorthin und den Bedarf: Hilfsmittel, Anpassungen, Begleitung.
- Medizinische Selbstauskunft für Dich. Für Deine Begleitung die Voraussetzungen des Adaptive Support Divers.
- Erste Schritte im Flachwasser am Hausriff, 1:1 mit Deiner Instruktorin. Wenn Du ausdrücklich einen Pool wünschst, klären wir je nach Situation eine Möglichkeit ab.
- Deine Begleitung macht den Adaptive Support Diver – wenn möglich in denselben Tagen, damit Ihr Euch als Team einspielt.
- Euer erster gemeinsamer Tauchgang. Wie es weitergeht, entscheidet Ihr.
Vor Ort
Parkplätze für Menschen mit Behinderung gibt es beim Gemeindehaus gegenüber. Die Umkleide ist bei uns im Shop. Der Einstieg ins Wasser führt über eine leicht abfallende Wiese ins flache Wasser – kein Steg, keine Leiter. Hilfsmittel wie Vollgesichtsmaske oder Scooter richten sich nach Dir; was Du brauchst, besprechen wir im Gespräch.
Was es kostet
Einen festen Preis gibt es nicht. Der Aufwand hängt von Deiner Situation ab und wird im Kennenlerngespräch klar. Vorher nennen wir bewusst keinen Preis.
Häufige Fragen
Kann ich im Rollstuhl tauchen lernen?
Ja. Unter Wasser trägt Dich das Wasser, und der Antrieb kommt aus den Armen. Der Weg vom Parkplatz ins Wasser und der Transfer sind Teil der Planung, nicht das Hindernis. Was genau möglich ist, klären wir im Kennenlerngespräch.
Kann man blind tauchen?
Ja, mit einer Begleitung, die dafür ausgebildet ist. Sie kommuniziert über Berührung und führt Deine Hand zu dem, was Du ertasten darfst. Deshalb gehören der Adaptive Support Diver und Dein eigener Kurs zusammen.
Brauche ich ein Arztzeugnis?
Vor jedem Kurs füllst Du die medizinische Selbstauskunft aus. Steht dort ein Ja, schaut eine Ärztin oder ein Arzt hin. Das ist der normale Weg und kein Hindernis: Ein Ja auf dem Fragebogen heisst nicht Nein zum Tauchen.
Gibt es einen Pool?
Grundsätzlich lernst Du bei uns im Flachwasser am Hausriff in Hergiswil, mit Einstieg über die Wiese. Wenn Du ausdrücklich einen Pool wünschst, klären wir je nach Situation eine Möglichkeit ab. Auch das ist Thema im Kennenlerngespräch.
Muss meine Begleitung schon tauchen können?
Für den Adaptive Support Diver ja: Open Water Diver oder Freediver, mindestens 15 Jahre alt, Erste-Hilfe-Kurs (EFR) nicht älter als 24 Monate. Wer noch kein Brevet hat, macht zuerst den Open Water Diver bei uns und danach den Support Diver.
Können wir als Familie lernen?
Ja, und oft ist das der beste Weg. Das Kind lernt 1:1 mit der Instruktorin, beide Eltern werden zusammen, 1:2, zu Adaptive Support Divern. Danach taucht Ihr als Team.
Brauche ich später immer eine Begleitung?
Das hängt von Dir ab. Für manche ist eine ausgebildete Begleitung unerlässlich, für andere ist es nach der Ausbildung ein Buddy-Paar wie jedes andere. Wir sagen es Dir ehrlich im Gespräch.
Was kostet adaptives Tauchen?
Einen festen Preis gibt es nicht. Der Aufwand hängt von Deiner Situation ab – Hilfsmittel, Anpassungen, Begleitung – und wird im Kennenlerngespräch klar. Vorher nennen wir bewusst keinen Preis.

Wie wir dazu kamen
Drei Tage Kurs in Nottwil und Hergiswil, ein Teil davon im Rollstuhl, ein Teil mit verbundenen Augen. Was wir dabei über den Weg zum Wasser gelernt haben, steht in unserer Geschichte.
Lass uns reden
Das Kennenlerngespräch ist der erste Schritt – für Dich und für alle, die mit Dir tauchen wollen. Ruf an, schreib uns, oder komm zu zweit oder zu dritt in Hergiswil vorbei.